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Ratgeber · Auffindbarkeit

Findet ChatGPT meinen Betrieb, wenn jemand nach einem Handwerker in der Nähe fragt?

Veröffentlicht am 25.09.2026

Ein aufgeklappter Messingkompass ohne Beschriftung neben einem gefalteten, leeren Papierbogen auf einer hellen Holzwerkbank
KI-generiertes Symbolbild

Kurz beantwortet

Das kann passieren, wenn die KI-Dienste Ihre Website lesen dürfen und dort klar steht, was Sie wo anbieten. Dazu kommen einheitliche Einträge außerhalb der Website, etwa im Google-Unternehmensprofil. Eine Platzierung kann Ihnen niemand zusagen.

Woher ChatGPT seine Antworten zu Betrieben nimmt

Fragt jemand ChatGPT oder einen anderen KI-Assistenten nach einem Handwerker in der Nähe, kann der Assistent im Netz nach passenden Seiten suchen und zusammenfassen, was er dort findet. Dafür schicken die Anbieter eigene Suchprogramme los, sogenannte Crawler. Bei OpenAI heißt der für die Suche zuständige Crawler OAI-SearchBot. OpenAI schreibt in seiner Dokumentation zu den Crawlern, dass Websites, die ihn aussperren, nicht in den Suchantworten von ChatGPT erscheinen. Anthropic beschreibt für seinen Assistenten Claude einen eigenen Such-Crawler, dessen Sperre die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen verringern kann (Hinweise von Anthropic).

Ihre Website ist also eine der Quellen, aus denen solche Antworten entstehen. Damit sie dabei eine Rolle spielt, muss sie lesbar sein und etwas Brauchbares über Ihren Betrieb sagen.

Die Website darf die Suchprogramme nicht aussperren

Welche Programme eine Website besuchen dürfen, regelt eine kleine Datei namens robots.txt. Es kann passieren, dass eine Website darin alle Crawler aussperrt, ohne dass der Inhaber davon weiß, oder dass ein Schutzdienst beim Hoster sie abweist. Dann kann ein KI-Assistent die Seite nicht lesen, so gut sie auch ist.

Auf jochen-thum.de erlaube ich in der robots.txt ausdrücklich die Such-Crawler von OpenAI, Anthropic und Perplexity. Davon zu trennen sind Crawler, die Inhalte für das Training der Sprachmodelle sammeln. Ob ein Betrieb auch diese zulässt, ist eine eigene Entscheidung und keine Voraussetzung dafür, in den Suchantworten vorzukommen.

Konkrete Texte statt Werbefloskeln

Ein KI-Assistent kann nur weitergeben, was er versteht. Sätze wie „Ihr Partner für schöne Wände“ sagen ihm nichts. Hilfreich sind sachliche Beschreibungen, was der Betrieb anbietet, für wen und wo, also etwa „ein Malerbetrieb, der Innenräume und Fassaden für Privatkunden im Remstal streicht“.

Einträge außerhalb der Website

Neben der Website zählen Einträge an anderen Stellen, zum Beispiel das Google-Unternehmensprofil, Verzeichnisse und Bewertungen. Widersprechen sich diese Angaben, etwa bei Öffnungszeiten oder Adresse, werden auch die Antworten unzuverlässig. Wie solche Abweichungen entstehen, beschreibe ich im Beitrag Warum stehen bei Google andere Öffnungszeiten als auf meiner Website? Im Baustein „Lokale Sichtbarkeit“ bringe ich Unternehmensprofil, Verzeichniseinträge und Website auf einen einheitlichen Stand.

Vorsicht bei Versprechen

Es gibt Angebote, die eine Platzierung in ChatGPT zusagen oder empfehlen, Mitarbeitende und Kunden sollten immer wieder gezielt nach dem eigenen Betrieb fragen. Davon halte ich nichts. Dass wiederholtes gezieltes Nachfragen die Sichtbarkeit verbessert, ist nicht belegt. Ich mache keine solchen Kampagnen und verspreche keine Platzierung.

Wer wissen möchte, wie ein KI-Assistent den eigenen Betrieb heute darstellt, kann ihm ein paar echte Kundenfragen stellen. Das Ergebnis ist eine Momentaufnahme, denn die Antworten hängen vom Modell, vom Ort und vom Zeitpunkt ab. Welche Bausteine ich dafür anbiete, steht in meinem Angebot.

Leistungen zur lokalen Sichtbarkeit

Ihre Frage war nicht dabei? Im Website-Check schaue ich mir Ihre eigene Website an.

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